SIRPLUS eröffnet 2. Rettermarkt mit 450 m2 in Berlin-Steglitz

Abgelaufene Lebensmittel online verkaufen
Bild by Maja Seidel

Das von der Bundesministerin Julia Klöckner ausgezeichnete Startup SIRPLUS setzt neue Maßstäbe für eine deutliche Steigerung der Lebensmittelwertschätzung. Nachdem das Startup mit großem Erfolg seinen ersten Rettermarkt im Herbst letzten Jahres eröffnete und damit schon über 100.000 Kunden mit abgelaufenen, überschüssigen, aber noch bestens genießbaren Lebensmitteln beglückte, folgt jetzt der Schritt zur Rettermarktkette. Damit versechsfachen die Lebensmittelretter ihre Verkaufsfläche in der Hauptstadt und wollen damit noch mehr Obst und Gemüse, Backwaren und andere Lebensmittel vor der Verschwendung bewahren. Mit ihrem Konzept schafft SIRPLUS es, die Wertschätzung aller Lebensmittel zu steigern und der Verschwendung erfolgreich entgegenzuwirken.

Das Ziel des passionierten Teams von SIRPLUS ist nichts Geringeres als das Ende der Lebensmittelverschwendung. Mit ihrem Konzept “Nachhaltigkeit für alle” sprechen die Gründer Raphael Fellmer und Martin Schott alle Menschen an und möchten Lebensmittelretten für jeden erlebbar machen. Sie sorgen insbesondere dafür, dass das Bewusstsein für die Lebensmittelverschwendung in der Gesellschaft wächst. Rund die Hälfte
der 18 Millionen Tonnen, die jährlich in Deutschland nicht im Magen landen, werden in Privathaushalten weggeschmissen. Dank der SIRPLUS-Kunden konnten bereits 1,3 Millionen Mahlzeiten gerettet werden. Insgesamt konnten so 160 Tonnen CO2 eingespart werden, was den Emissionen von 21 Erdumrundungen mit einem PKW entspricht.

Umdenken im Umgang mit Lebensmitteln
Raphael Fellmer, der bereits die foodsharing Bewegung mitgründete, setzt sich schon seit 2009 für ein Umdenken im Umgang mit den Lebensmitteln ein: “Wir wollen allen Menschen verständlich machen, dass es ‘Mindestens haltbar bis’ und nicht ‘Sofort tödlich ab’ bedeutet und jeder auf seine Sinne wie Riechen, Schauen und Schmecken vertrauen sollte”. Tatsächlich bedeutet das Mindesthaltbarkeitsdatum, kurz MHD nur, dass der Hersteller bis zu dem Termin garantiert, dass ein Lebensmittel auf jeden Fall ohne wesentliche Qualitäts- und Geschmackseinbußen noch genießbar ist. “Wir haben bereits tausende verschiedene Produkte nach dem Ablauf des MHD sensorisch geprüft und nur eine Hand voll Lebensmittel
sind tatsächlich ungenießbar gewesen, die mussten dann leider entsorgt werden, denn die Sicherheit der Kunden steht an oberster Stelle” bestätigt Martin Schott.

20 % der Lebensmittel werden gespendet
Teil des über 50 Menschen starken Teams sind Geflüchtete, die bald ihre Ausbildung bei SIRPLUS absolvieren werden, solche die im Rahmen des Freiwilligen Ökologischen Jahres dabei sind sowie die Halb- und Vollzeitbeschäftigten bzw. PraktikantInnen, die im Lager, im
Rettermarkt, im Fahrerteam und im Büro diese Mission vorantreiben. Wichtig ist den Gründern, dass bestehenden Organisationen wie z.B. den Tafeln keine Lebensmittel weggenommen werden, sondern diese sogar noch zusätzlich durch SIRPLUS unterstützt werden. SIRPLUS agiert ergänzend, denn es gilt das selbstauferlegte “Tafel First-Prinzip”. So holt SIRPLUS bei ihren Partnern wie u.a. den METRO Großmärkten in Berlin ausschließlich Waren ab, die von der Berliner Tafel nicht abgenommen werden. Obwohl
SIRPLUS und die Tafeln z.T. andere Ansätze haben, haben sie beide die gleiche Mission – die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Zusätzlich zu diesem Vorsatz spendet SIRPLUS 20 % seiner Lebensmittel an die Tafel und an weitere gemeinnützige Einrichtungen und Projekte.

Bezugsquellen der Lebensmittelretter
Weltweit werden 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel jährlich entlang der gesamten Wertschöpfungskette verschwendet. SIRPLUS rettet Lebensmittel überall dort, wo große Mengen anfallen, wie bei Landwirtschaft, Produzenten, Zwischenhändlern, Online-Shops bis hin zum Großmarkt. Dort greift SIRPLUS an und unternimmt aktiv etwas gegen die Lebensmittelverschwendung. SIRPLUS kooperiert mittlerweile mit über 200 Partnern, die
dadurch Entsorgungskosten sparen, ein besseres Image gewinnen und ihren
Nachhaltigkeitszielen näher kommen. Das junge Berliner Unternehmen übernimmt sogar die Transportkosten. Neben Lebensmittelbetrieben unterstützt auch Berlin Recycling das junge Startup, denn laut dem Geschäftsführer Tobias Schütte “ist SIRPLUS ein Vorbild was
Kreislaufwirtschaft anbelangt und fördert aktiv die Abfallvermeidung”. Bei allen Partnerschaften entsteht so immer ein Win-Win-Win Effekt, bei dem auch die Kunden ihren Geldbeutel und die Umwelt schonen. Die geretteten Lebensmittel bietet SIRPLUS allen Endverbrauchern an – und das zu einem fairen Preis. Alle, die noch keinen Rettermarkt in ihrer Nähe haben, können auch im Online Shop unter www.sirplus.de zum Retter werden.

Carsharing – mit dem E-Auto durch Ravensburg & das Schussental

Jetzt mitmachen und CO2 frei durch Ravensburg fahren

Durch Ravensburg mit dem E-Auto – Carsharing macht’s möglich!

Carsharing, also die gemeinsame Nutzung eines Fahrzeuges, bringt viele Vorteile. Niedrige Kosten für Wenigfahrer, kein Stress mit Wartungen und Reparaturen, eine flexible Fahrzeugnutzung und eine hohe Mobilität im ländlichen Raum.

Doch Carsharing kann noch mehr! Denn die zwei Fahrzeuge, die ab sofort im Raum Ravensburg zur Verfügung stehen, sind Elektroautos. So bringen wir die Klima- und Mobiltätswende voran. Auch wer Lust hat, einfach mal eine Runde mit einem Elektroauto zu düsen und diese Technik einmal kennenzulernen, ist herzlich Willkommen. Denn E-Auto fahren macht einfach Spaß!

Interesse? Dann melden Sie sich bei:

Stefan Schwarz
Im Bergle 5 / 3
88213 Ravensburg – Oberzell

Tel.: 0751 – 20185501
Fax: 0751 – 652299
Mobil: 0170 – 29 888 79

schwarz@stefanschwarz.info

Biozyklisch veganer Landbau – Kreislaufwirtschaft ohne tierischen Dünger

In der Internationalen Vereinigung der ökologischen Landbaubewegungen (IFOAM) ist die Methode des biozyklisch-veganen Anbaus als weltweit gültiger Bio-Standard anerkannt. Damit können Betriebe überall nach diesen Anbaurichtlinien wirtschaften. Zu erkennen sind die veganen Lebensmittel an dem Gütesiegel „aus biozyklisch-veganem Anbau“.

Anstelle von tierischem Dung setzen die Ökolandwirte beim biozyklisch-veganen Anbau auf Kompost als Nährstoffquelle, auf Mischkulturen und Fruchtfolgen. Für biozyklisch-vegane Betriebe wurzelt die Pflanzengesundheit im Boden. Die dort lebenden Mikroorganismen erhalten durch die Anbaumethode naturnahe Wachstumsbedingungen, denn „in einem gesunden Boden wachsen auch robuste Pflanzen heran“, sagt Dr. Johannes Eisenbach, Mitbegründer des Vereins biozyklisch-veganen Anbau e.V. Der Agraringenieur adaptierte die Anbaumethode für seinen Betrieb in Griechenland und hat sie mit anderen Anbauern weiterentwickelt. Dort wirtschaften bereits über 80 kleinbäuerliche Betriebe nach den Biozyklisch-Veganen Richtlinien.

Mittlerweile haben sich im Panhellenic Biocyclic Vegan Network Ökobauern in Griechenland und Zypern zusammengeschlossen und exportieren Oliven, Zitrusfrüchte und Gemüse nach ganz Europa. In der Hochsaison fahren jede Woche zwei LKWs die vegan angebauten Frischeprodukte von Griechenland nach Deutschland. Alle Betriebe wurden im vergangenen Jahr offiziell nach dem Biocyclic Vegan Standard von Bio Hellas zertifiziert. Das Siegel des biozyklisch-veganen Anbaus hat einen hohen Wiedererkennungswert und lässt die Verbraucher der veganen Waren durch eine Rückverfolgbarkeitsnummer ihre Herkunft bis auf das Feld nachvollziehen.

Allerdings ist das Angebot in den Naturkostläden und im Lebensmitteleinzelhandel noch gering. Die deutschen Produkte gibt es bisher nur direkt ab Hof. Ein online-Portal mit Shop ist im Aufbau. Biozyklisch-Vegane Erzeugnisse wie Äpfel und Nüsse aus der Bodenseeregion, sowie Oliven, Olivenöl und Zitrusfrüchte aus Griechenland und Zypern sollen hier bestellt werden können.

INFO
Biozyklisch-Veganer Anbau e.V.
Genthiner Straße 48

10785 Berlin
Tel +49-163-2347146
ab@biozyklisch-vegan.de
http://www.biozyklisch-vegan.de

Einladung zur Ideensammlung zur Gründung der Regionalwert AG B-O i.V.

Tomatenpflanzen in biologischer Landwirtschaft im Gewächshaus © Malchus Kern

Liebe Freunde und Interessierte einer Regionalwert AG BO in Vorbereitung,

wir möchten euch herzlichst einladen mit uns gemeinsam die Ideen und Erfahrungen zusammen zu tragen, damit die Verwirklichung der Regionalwert AG in unserer Region immer konkreter werden kann.

Am Freitag, den 13.07.2018  treffen wir uns in der Mittagspause von 11.30 bis 14 Uhr im Bioland Gasthaus von Norbert Steidle „Zum Sternen“, Lellwangerstr. 3, Obersiggingen/D-Tal.  www.gasthaus-zum-sternen.de

Eingeladen sind alle Interessierten und potentielle MitmacherInnen.

Wir möchten auch ganz bewusst Akteure einladen, die uns mit Ihren Erfahrungen, Ideen und Ihrem Wissen beratend zur Seite stehen.

Dafür müssen Sie / Ihr nicht zwingend beim Projekt mitarbeiten!

Doch nur gemeinsam erschaffen wir das WIR, indem wir unser Wissen zusammen legen und darin den Mehrwert erfahren.

Aktuell suchen wir z.B. ebenfalls Menschen für den Aufsichtsrat.

Und natürlich ist es eine große Frage wie wir die Komplettierung vom Gründungsbudget erreichen und ermöglichen?

Wir stehen mittlerweile mit namhaften Firmen aus der Region im Gespräch und es wird zunehmend konkreter wie wir gemeinsam die Regionalwert AG BO i.V. gründen können.

Momentan werden mit einem Rechtsanwalt die Satzung der AG BO erstellt.

Es werden im Spätsommer weitere Termine folgen. Auch hier könnt Ihr euer Interesse und Terminwünsche mit einbringen.

Bitte meldet euch an und gebt uns Rückmeldung, ob Ihr am 13.07. Interesse und Zeit habt.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

Mit herzlichen Grüßen
für das Projekt Team

Stefan Schwarz

PS: Gerne diesen Termin aktiv Weiterempfehlen und die Infos Verteilen.

Die Regionalwert AG Berlin-Brandenburg ist Realität!

Es ist vollbracht: Seit heute ist die Regionalwert AG Berlin-Brandenburg Realität! Die Hauptversammlung der Apfeltraum AG hat heute der Satzungsänderung zugestimmt, die aus der Apfeltraum AG die Regionalwert AG macht. Aufsichtsrat neu, Vorstand neu, alles neu. Und wir gehen jetzt an den Start: mit Ihren Aktien für (junge) Betriebe in Berlin-Brandenburg, die für eine faire, regionale und ökologische Lebensmittelversorgung stehen (wollen). Packen wir`s an. Wir freuen uns drauf!

Die Region als Wertschöpfungsraum

Die Regionalwert AG Bodensee-Oberschwaben (in Vorbereitung) investiert in Grund und Boden - nachhaltig! © Malchus Kern

Über die neue Rolle der Verbraucherinnen und Verbraucher bei der regionalen Versorgung mit Lebensmitteln

von Stefan Gothe

Regionale Wertschöpfungsketten wie auch Kooperationen zwischen Produzenten und Verbrauchern – das ist heute nichts Neues mehr. Wie aber ganze Regionen nachhaltiger und sicherer mit Lebensmittel versorgen? Das Konzept regionaler Wertschöpfungsräume hat sich eine solch übergreifende regionale Versorgung zum Ziel gemacht und nimmt sich die bäuerliche Ökonomie als Vorbild. Gesetzt wird nicht nur auf Zusammenarbeit der regionalen Akteure entlang der Wertschöpfungsketten, sondern auch auf aktive Beteiligung der Verbraucherinnen und Verbraucher über den Aufbau regionaler Kapitalbeteiligungen. Nachfolgender Beitrag beschreibt diese neuere Entwicklung entlang der Suchbewegungen hin zu einer sichereren und nachhaltigeren Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln.

[…]Eine der herausragenden Initiativen, die sich der Entwicklung ganzer Wertschöpfungsräume verschrieben haben, ist die Regionalwert AG Bürgeraktiengesellschaft. Sie ist aus dieser Vision heraus erst im Raum Freiburg im Breisgau entstanden; mittlerweile gibt es entsprechende Initiativen in München, Hamburg und Köln sowie eine Gründungsinitiative in Berlin/Bran-denburg.

Die Ziele der Regionalwert Bürgeraktiengesellschaften sind:
  • biologische Land- und Ernährungswirtschaf fördern,
  • regionale Versorgung stärken,
  • Bürgerinnen und Bürger an der Entwicklung derRegion beteiligen,
  • nachhaltige Wirtschaftsweisen ausbauen,
  • die Region zum Wertschöpfungsraum entwickeln,
  • lokale und regionale Ernährungssouveränität als nachhaltiges Leitbild umsetzen,
  • »versteckte« Leistungen der Betriebe sichtbar machen.
Dazu erhalten die Menschen im Wertschöpfungsraum die Möglichkeit, Finanzkapital bei der Gesellschaft anzulegen. Dieses Geld wird dann in Betriebe der regionalen Land- und Ernährungswirtschaft investiert. Das Besondere des Konzepts ist, dass die Regionalwert AG nicht nur in die Landwirtschaft, sondern in alle Stufen der Wertschöpfungsketten investiert. Diese Bürgeraktiengesellschaften bieten somit intermediäre Strukturen, auf deren Basis regionale Wertschöpfungsräume aufgebaut werden können. In diesen regionalen Wertschöpfungsräumen kommt so eine Regionalwertökonomie zum Tragen, bei der die regionale Ökonomie die Grundlage für die Schaffung von regionalen ökologischen und sozialen Werten ist.[…]

Den gesamten Artikel von Stefan Gothe können Sie unter dem LinkDer kritische Agrarbericht 2018 – Die Region als Wertschöpfungsraum lesen (pdf Datei). Weitere Artikel aus „Der Kritische Agrarbericht 2018“ finden Sie auf der Webseite: https://www.kritischer-agrarbericht.de/2018.382.0.html

Crowdfunding für Filmprojekt „Unser Erbe“ ist gestartet!

Wie muss sich die Gesellschaft, die Landwirtschaft ändern, damit unseren Kindern eine lebendige Welt mit lebendigen Böden weiter gegeben werden kann? © Malchus Kern

Wir nutzen unsere Böden, als wären sie unerschöpflich. Doch für zehn Zentimeter fruchtbare Erde braucht unser Planet 2.000 Jahre! Was bedeutet das für uns? Was bedeutet das für die Zukunft? Wie muss sich die Gesellschaft, die Landwirtschaft ändern, damit unseren Kindern eine lebendige Welt mit lebendigen Böden weiter gegeben werden kann? Diesen Fragen geht der Dokumentarfilm „Unser Erbe“ nach. Dieser Film ist für Euch, damit wir unseren Boden wieder als Bereicherung erleben.

Direkt vor unserer Haustür liegt was uns ernährt: Lebendiger Boden. Nur eine dünne Schicht sorgt für Lebensmittel, saubere Luft und sauberes Trinkwasser. Diese unmittelbare Lebensgrundlage verschwindet hier direkt vor unseren Füßen – durch uns, den Menschen. Wir haben uns komplett von unserem Boden und der Landwirtschaft entfremdet, daraus entstehen massive Probleme. Wir zerstören den Boden selbst, direkt und unwiederbringlich – durch Bebauung, Verstädterung, aber auch durch die Art und Weise, wie wir die meisten regionalen Flächen landwirtschaftlich nutzen.
Unsere Böden verlieren massiv an Fruchtbarkeit. Viele Menschen, gerade in den Städten, sind vom Boden der Natur so weit weg, wie sie auch im Alltag weit weg sind vom wirklichen Spüren und Erleben von sich selbst. Gleichzeitig gibt es eine Sehnsucht nach einer echten Verbindung.

Ziel des Filmes ist:
Bewusstsein schaffen über die Bedeutung des Bodens & dessen Einmaligkeit.
Einblick geben über den Ist -Zustand unseres Bodens
Handlungsmöglichkeiten aufzeigen was jeder Einzelne & wir gemeinsam tun können.

Wie will der Film das darstellen?
Der Film begleitet einen Demeter-Bauern über ein Jahr lang. Wir sähen aus und ernten, wir teilen seine Sorgen und seine Hoffnung, sein Wissen über den Boden und die aktuelle Lage der Landwirtschaft. Der Film zeigt auch den Zusammenhang zwischen äußerem und innerem Boden und thematisiert unsere Entfremdung zur Natur, die uns ernährt. Beispiele aus der solidarischen Landwirtschaft zeigen, wie sozial und mit saisonalem Gemüse Lebensmittel erzeugt werden. Experten und Wissenschaftler kommen zu Wort und unsere Kinder beschreiben ihre Zukunft.

Der Film soll als Event-Veranstaltung in kommunalen Kinos gezeigt werden. Der Film soll auch auf Bauernhöfen und bei regionalen Initiativen mit anschließender Diskussionsrunde vorgeführt werden. Wir wollen den Film an Schulen, Universitäten und Bildungseinrichtungen zum Einsatz zu bringen.

Dieser Film ist für DICH.
Die Aufgabe einen Dokumentarfilm über unseren Boden zu machen, kam unvermittelt zu mir. Es wollte, dass ich mich damit auseinandersetze – mit dem Boden und den Menschen. Dieser Film ist für Euch, damit wir unseren Boden wieder als Bereicherung erleben. Jetzt ist die Zeit zu handeln.

Nach zwei Jahren intensiver Recherche, vielen Interviews und Dreharbeiten, haben wir schon ca. 50 % des Films fertig gestellt. Um diesen Film auf die Leinwand zu bringen, braucht das Projekt jetzt unsere volle Aufmerksamkeit. Bisher wurde das Projekt aus Leidenschaft und Eigenmittel umgesetzt.

Unser Erbe braucht nun Deine finanzielle Unterstützung, um den Boden der uns alle verbindet, auf Augenhöhe zu bringen, ins Kino.

Ein Filmprojekt von Marc Uhlig, Sarina Gisa, Simon Neitzel & Michael Arnieri in Zusammenarbeit mit wirundjetzt e.V., der Bio-Stiftung Schweiz und den Bodenfruchtbarkeitsfonds.

Themenexkursion Saatgut von morgen 19.06.2018 – WIR. Bio Power Bodensee

Themenexkursion zum Thema Saatgut am Bodensee © Malchus Kern

Egal ob würzige Paprika, feiner Salat oder deftiger Kohl – wie ein Gemüse aussieht und schmeckt, das ist schon im Saatgut angelegt. Der Samenbau spielt daher in der Landwirtschaft eine Schlüsselrolle. Saatgutvermehrung und die Erhaltung seltener oder bewährter Sorten sind wichtige Aufgaben, aber auch die Züchtung neuer Pflanzensorten, die den sich wandelnden Anforderungen von Klima, Böden und Verbrauchern gewachsen sind.

Im  Rahmen  des  WIR.  Netzwerks  lädt  der  Ralzhof,  Samenbaubetrieb  des  Hofguts  Rengoldshausen, dazu ein, einen Blick auf die spannende Arbeit der Pflanzenzüchterinnen zu werfen. Die Exkursionsteilnehmer können erleben, wie die verschiedensten Gemüsearten, Kräuter und Blumen – von der Artischocke bis zur Zichorie – für die Vermehrung gehegt und gepflegt werden. Sie können gemeinsam beim Auslesen von Bohnensaatgut aus besonderen  Zuchtlinien  helfen,  erhalten  Einblick  in  die  aktuelle  Zuchtarbeit  und  erfahren,  was  samenfeste Sorten besonders wertvoll macht.

Termin: Dienstag 19. Juni 2018, 17:00 bis 19:30 Uhr
Ort: Ralzhof, 88682 Salem-Tüfingen

Ablauf:
– Hofrundgang mit Vera Becher und Iris Attrot
– Begehung der Felder und Gewächshäuser zur Saatgutvermehrung und   Einblicke in die Zucht neuer Salat- und Gemüsesorten
– gemeinsames Handverlesen von Bohnensaat
– Vesper mit Salat, Saft und Zeit für weiterführende Fragen  

Möchten  Sie  dabei  sein?  Gerne  auch  mit  Ihrer  Familie,  Freunden  oder  Kollegen?
Dann melden Sie sich am besten gleich an – per Mail an simon.neitzel@wirundjetzt.org. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl auf 30 Personen begrenzt.
Weitere Infos über Simon Neitzel, Tel. 0151 / 21 61 59 68.

Eine Veranstaltung der Initiative WIR. Bio Power Bodensee

Besuche (d)eine(n) Bio-Landwirte: Bisher ist es noch nicht ausreichend gelungen, die besonderen Leistungen von Bio-Anbau und –Handel in das Bewusstsein der Kunden in Stadt und Land zu bringen. Erst recht nicht, wenn es darum geht, den Verbraucher als wertgebenden Akteur aktiv mit einzubinden. Hierfür braucht es lokal wirksame Möglichkeiten, um eine Handelskultur der Teilhabe zu entwickeln. Die Initiative WIR. Bio Power Bodensee ist ein Netzwerk von Erzeugern, Großhandel, Naturkosthändlern und Konsumenten und bietet eine Plattform für Informationen, Hof- und Geschmackserlebnisse. Regelmäßige Führungen laden dazu ein, eine neue partnerschaftliche, verbindliche Form des miteinander Wirtschaftens zu entwickeln.

Exkursion Saatgut Bio Anbau Bodensee (Fyler als PDF Datei)

ErdFest / 5. Fest zum Thema Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitsinitiativen vom Bodensee kennenlernen auf dem Erdfest © Malchus Kern

Verschiedene Vereine und Firmen informieren über ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit: Umweltschutz – Ernährung – Tierschutz – Mobilität – Fair-Trade – Bio-Landbau

Mit den Ausstellern Lebenshilfe Kuh&Co, Soma Tofurei, Sanos, Weltladen, Plocher, Bio-veganer Landbau, Regionalwert AG Bodensee-Oberschwaben (in Vorbereitung), BUND, Erde-in-Balance, ProVeg, Greenpeace, Wirundjetzt, …

Für (bio-vegane) Speis, Trank und Live Musik ist gesorgt!

ErdFest / 5. Fest zum Thema Nachhaltigkeit

Sonntag, 17. Juni, 11:00 – 18:00 Uhr
Meersburg, auf dem Schlossplatz

Veranstalter: ProVeg Regionalgruppe Meersburg

PDF zum Herunterladen: Erdfest 2018 PLAKAT Meersburg

So geht Agrarwende von unten

Gründungsinitiative Regionalwert AG Bodensee-Oberschwaben © Malchus Kern
Man muss nicht immer auf die Politik warten. Wenn Kunden und Bauern sich zusammentun, können sie die Landwirtschaft revolutionieren.

Die Bienen sterben, im Grundwasser werden zu hohe Nitratwerte gemessen und in den Ställen reiht sich Schwein an Schwein. In Berlin demonstrierten im Januar Zehntausende für eine andere Form der Landwirtschaft, gegen Massentierhaltung, Glyphosat und Monokulturen. Trotzdem ist von der neuen Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner keine radikale Reform zu erwarten, so liest sich zumindest der Koalitionsvertrag.

Statt auf einen Wandel von oben zu warten, organisieren sich deshalb immer mehr Menschen selbst. Um die Landwirtschaft nachhaltiger, ökologischer und fairer zu machen, gründen sie Ernährungsräte, Erzeugergemeinschaften, Selbsternteprojekte und landwirtschaftliche Investitionsgenossenschaften.
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